Platz vier bei der Generalprobe in Brandenburg
Eine Woche vor dem ersten Regionalliga-Spiel der neuen Saison nutzte der SV Prieros Dahme das Vorbereitungsturnier des VC Blau-Weiß Brandenburg für einen letzten ausführlichen Test. Vier Spiele gegen Mannschaften aus Berlin- und Brandenburgliga brachten dabei reichlich Spielpraxis – und mit drei Siegen aus vier Partien am Ende den vierten Platz unter neun Teilnehmern.
Zum Turnierauftakt wartete mit dem SSV Karow-Nord zunächst ein Vertreter aus der Berlinliga. Wie es bei einem ersten richtigen Wettkampf nach der Sommerpause durchaus vorkommen kann, brauchten die Prierosser zunächst einige Ballwechsel, um richtig ins Spiel zu finden. Bis zum 15:15 im ersten Satz blieb die Begegnung offen. Anschließend fand der SVP zunehmend seinen Rhythmus, spielte seine Erfahrung aus und entschied die Partie mit 2:0 für sich.
Deutlich wechselhafter verlief das zweite Gruppenspiel gegen TSGL Schöneiche II. Prieros erwischte zunächst einen denkbar schlechten Start und lag schnell mit 0:6 zurück. Statt den Satz frühzeitig abzuschreiben, kämpfte sich die Mannschaft jedoch zurück und machte die Partie noch einmal spannend. Ganz aufholen ließ sich die Hypothek aus der Anfangsphase allerdings nicht mehr – mit 22:25 ging der erste Durchgang an Schöneiche.
Anschließend gelang dem SVP der Satzausgleich, ehe im Entscheidungssatz wieder Schöneiche die Oberhand behielt. Mit der 1:2-Niederlage beendeten die Prierosser die Vorrunde auf Rang zwei ihrer Gruppe und spielten anschließend in der Finalrunde um die Plätze vier bis sechs.
Dort zeigte sich die Mannschaft gegen den Potsdamer VC 91 souverän. Mit einem 2:0-Erfolg sicherte sich der SVP den nächsten Sieg des Tages. Auch die abschließende Begegnung gegen den Kremmener SV ging über drei Sätze. Nach der 1:0-Führung musste Prieros zunächst den Ausgleich hinnehmen, setzte sich im Entscheidungssatz aber durch und beendete das Turnier mit einem weiteren 2:1-Erfolg.
Mit drei Siegen aus vier Spielen stand damit Platz vier in der Endabrechnung fest.
Die reine Platzierung war eine Woche vor dem Saisonstart allerdings nur ein Teil des Tages. Viel wichtiger war die Möglichkeit, verschiedene Aufstellungen unter Wettkampfbedingungen auszuprobieren und allen Spielern ausreichend Einsatzzeit zu geben. Niemand musste sich mit einer Nebenrolle zufriedengeben, stattdessen wurde über den gesamten Turniertag hinweg immer wieder gewechselt.
Besonders die Neuzugänge konnten die vier Begegnungen nutzen, um weitere Erfahrungen im neuen Team zu sammeln. Dabei war im Laufe des Tages eine zunehmende Sicherheit zu erkennen. Ein gutes Beispiel lieferte der zweite Satz gegen Potsdam: Mit Bryan Tokarev, Len Passow, Gordon Lutz, Conrad Kirchner und Jan Alexander Glöckner standen zeitweise gleich fünf der neuen beziehungsweise zurückgekehrten Spieler gemeinsam auf dem Feld. Komplettiert wurde die Formation durch Alexander Kuhrt als einziges erfahrenes Mitglied aus dem bisherigen Prierosser Kader.
Dass auch eine derart neu zusammengestellte Formation funktionierte, gehörte zu den erfreulichen Erkenntnissen des Tages. Insgesamt konnten die Prierosser viel ausprobieren, ohne dass dabei der sportliche Erfolg völlig in den Hintergrund rückte. Gleichzeitig steigerten sich die Neuzugänge im Verlauf des Turniers und sammelten wichtige gemeinsame Spielpraxis.
Mindestens genauso erfreulich: Alle Spieler kamen gesund durch den langen Turniertag.
Damit hat die Vorbereitung ihren letzten großen Test bestanden. Die Erkenntnisse aus Brandenburg können nun in die verbleibende Trainingswoche mitgenommen werden. Am kommenden Sonntag wartet dann ein ganz anderes Spiel – denn beim Auswärtsspiel gegen Dessau Volleys II geht es erstmals in der Saison 2026/27 um Punkte.






