Fehlstart in Dessau: Prieros unterliegt zum Saisonauftakt mit 0:3
Der erhoffte erfolgreiche Start in die neue Regionalliga-Saison ist ausgeblieben. Die 1. Herren des SV Prieros mussten sich am Sonntagnachmittag bei den Dessau Volleys II mit 0:3 (24:26, 19:25, 22:25) geschlagen geben. Dabei erzählt das deutliche Satzergebnis nur einen Teil der Geschichte: Im ersten Durchgang hatten die Dahmeländer gleich fünf Satzbälle, auch im dritten Satz war bis in die Schlussphase alles offen.
Mit einem deutlich veränderten Kader ging es für die Prierosser in das erste Pflichtspiel der neuen Saison. Mit Conrad Kirchner, Gordon Lutz und Len Passow feierten gleich drei Neuzugänge ihr Regionalliga-Debüt für Prieros, Jan Alexander Glöckner kehrte nach einem Jahr zurück in den Ligabetrieb der Dahmeländer. Entsprechend ging es in Dessau nicht nur um die ersten Punkte, sondern auch darum, unter Wettkampfbedingungen weiter zusammenzufinden.
Der Start in die Partie verlief zunächst etwas nervös. Gleichzeitig setzte Dessau die Prierosser mit druckvollen Aufschlägen früh unter Druck und erspielte sich eine schnelle 3:0-Führung. Nach den ersten Ballwechseln fanden die Gäste jedoch besser in die Begegnung. Aus einem 5:5 wurde eine 9:6-Führung, wenig später stand es 12:9. Prieros stabilisierte sich zunehmend und konnte den Vorsprung bis auf 20:15 ausbauen.
Beim 24:19 standen schließlich gleich fünf Satzbälle auf der Anzeigetafel. Was nach der verdienten 1:0-Führung aussah, entwickelte sich allerdings zur Schlüsselszene des Spiels. Dessau erhöhte insbesondere mit dem Aufschlag noch einmal deutlich den Druck, während Prieros den entscheidenden Punkt nicht auf den Boden bekam. Punkt für Punkt kämpften sich die Gastgeber heran. Beim 24:24 war der komfortable Vorsprung vollständig aufgebraucht – und Dessau ließ sich die Gelegenheit anschließend nicht mehr nehmen. Sieben Punkte in Folge machten aus einem 19:24 noch ein 26:24 für die Gastgeber.
Dessau nimmt den Schwung mit
Der vergebene erste Satz hinterließ zunächst Spuren. Dessau startete deutlich besser in den zweiten Durchgang und setzte sich früh über 6:3 auf 8:3 ab. Die Gastgeber hielten den Druck im Aufschlag hoch und zwangen Prieros immer wieder dazu, aus schwierigen Situationen heraus Lösungen zu finden.
Auch im Block-Abwehr-Verhalten fehlte bei den Dahmeländern noch die letzte Abstimmung. Dessau erkannte die entstehenden Räume gut und nutzte die Lücken konsequent. Zwar gelang es Prieros immer wieder, einzelne Punkte und kleinere Serien einzustreuen, der Rückstand ließ sich aber nicht mehr entscheidend verkürzen.
Über 14:9 und 19:15 steuerten die Gastgeber auf die 2:0-Führung zu. Auch personelle Veränderungen auf Prierosser Seite konnten den Durchgang nicht mehr drehen. Beim 24:19 erspielte sich Dessau fünf Satzbälle – und anders als Prieros zuvor nutzten die Gastgeber direkt den ersten zum 25:19.
Im dritten Satz noch einmal alles drin
Trotz des 0:2-Rückstands gaben sich die Prierosser nicht geschlagen. Der Start in den dritten Durchgang gelang deutlich besser, beim 7:4 lag Prieros mit drei Punkten vorn. Dessau antwortete allerdings und drehte den Spielstand wenig später zum 10:9.
Von da an entwickelte sich ein offener Satz. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend lösen, Prieros hielt dagegen und ging beim 17:15 noch einmal mit zwei Punkten in Führung. Gleichzeitig blieb Dessau vor allem mit seinen Aufschlägen unangenehm und nutzte weiterhin die noch nicht immer optimal abgestimmte Prierosser Block-Abwehr.
Trotzdem war bis zum Ende alles möglich. Beim 22:22 ging es praktisch bei null in die entscheidende Phase des Satzes. Dort behielten allerdings die Gastgeber die Oberhand. Drei Dessauer Punkte in Folge beendeten den Durchgang mit 25:22 – und damit nach drei Sätzen auch die Partie.
Ein Ergebnis, aus dem sich einiges mitnehmen lässt
Das 0:3 zum Saisonauftakt ist gerade aufgrund der Möglichkeiten im ersten und dritten Satz ärgerlich. Vor allem die fünf vergebenen Satzbälle bei einer 24:19-Führung dürften im Rückblick schmerzen. Gleichzeitig zeigte die Partie aber auch recht deutlich, an welchen Punkten die Prierosser in den kommenden Wochen arbeiten können.
Mit einem veränderten Kader sind einige Abläufe noch nicht vollständig automatisiert. Das zeigte sich in Dessau insbesondere im Block-Abwehr-Verhalten. Hinzu kam ein Gegner, der über weite Strecken der Partie mit seinem Aufschlag viel Druck erzeugte und die sich bietenden Lücken konsequent ausnutzte. Auf Prierosser Seite war gerade zu Beginn zudem noch eine gewisse Nervosität zu spüren.
Dass die Dahmeländer trotzdem im ersten Satz bis 24:19 führten und auch im dritten Durchgang beim 22:22 noch alle Möglichkeiten hatten, zeigt aber ebenso, dass nicht viel fehlte, um die Partie in eine andere Richtung zu lenken. Nun gilt es, aus dem ersten Auftritt die richtigen Schlüsse zu ziehen und die Abstimmung innerhalb der Mannschaft weiter zu verbessern.
Die nächste Gelegenheit dazu gibt es bereits am kommenden Wochenende – und dann erstmals in dieser Saison vor heimischer Kulisse. Am Samstag, 19. September, empfängt der SV Prieros um 17 Uhr den SV Ludwig Renn.






























































































