Vom Aufsteiger zum Tabellenführer: Prieros reist zu Rotation
Nach zwei Spielen gegen etablierte Regionalligisten wartet am kommenden Samstag eine ganz andere Aufgabe auf die 1. Herren des SV Prieros. Um 18 Uhr sind die Dahmeländer beim Aufsteiger Rotation Prenzlauer Berg zu Gast – der allerdings einen Start hingelegt hat, der mit einem klassischen Liganeuling wenig zu tun hat.
Während Prieros nach den Niederlagen in Dessau und gegen den Vorjahresmeister SV Ludwig Renn noch auf die ersten Punkte der neuen Saison wartet, steht Rotation nach zwei Spieltagen mit der maximalen Ausbeute von sechs Punkten an der Tabellenspitze. Auch einen Satz haben die Berliner bislang noch nicht abgegeben.
Für die Prierosser geht es dagegen darum, die Entwicklung aus dem vergangenen Heimspiel fortzusetzen. Beim 0:3 gegen Ludwig Renn verlief vor allem der erste Durchgang mit 13:25 deutlich, anschließend präsentierten sich die Dahmeländer aber wesentlich stabiler. Im zweiten Satz war die Partie lange offen, im dritten lag Prieros in der Schlussphase sogar mit 22:21 vorn. In den entscheidenden Situationen fehlten dem neu zusammengestellten Team letztlich noch die richtigen Lösungen.
Rotation startet mit zwei klaren Siegen
Rotation Prenzlauer Berg ist erst im Sommer aus der Berlinliga in die Regionalliga Nordost aufgestiegen. Von Anpassungsschwierigkeiten war in den ersten beiden Begegnungen allerdings wenig zu sehen.
Zum Saisonauftakt bezwangen die Berliner den USC Magdeburg mit 3:0. Am zweiten Spieltag folgte direkt das nächste deutliche Ergebnis: Auswärts beim VfK Berlin-Südwest gewann Rotation erneut ohne Satzverlust mit 3:0. Damit stehen nach zwei Partien sechs Punkte und eine Satzbilanz von 6:0 zu Buche.
Die aktuelle Tabellenführung sollte zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison zwar nicht überbewertet werden, der Start des Aufsteigers ist dennoch bemerkenswert. Hinter Rotation folgt mit den Netzhoppers Königs Wusterhausen II ebenfalls eine Mannschaft mit zwei Siegen, während der SV Ludwig Renn, Spree-Neiße und Dessau mit jeweils vier beziehungsweise drei Punkten dahinter liegen.
Beim Blick auf den Kader sollte man sich von den offiziellen Wechselzahlen unterdessen nicht täuschen lassen. Da für Rotation in SAMS kein Vorsaison-Kader hinterlegt ist, werden dort sämtliche Spieler formal als Zugänge geführt. Der überwiegende Teil gehörte jedoch bereits in der Berlinliga zur Mannschaft. Ergänzt wurde das Aufstiegsteam unter anderem durch Spieler mit Erfahrung aus anderen Vereinen und höheren Spielklassen.
Bekannter Gegner trotz Aufstieg
Ganz unbekannt ist Rotation für die Prierosser ohnehin nicht. Seit der Saison 2019/20 trafen beide Mannschaften bereits achtmal in Ligaspielen aufeinander. Fünf dieser Begegnungen gingen an Prieros, drei an die Berliner.
Dass Rotation nun als Aufsteiger in die Saison gegangen ist, liegt entsprechend auch daran, dass sich die Wege zwischenzeitlich getrennt hatten. Für das Duell am Samstag besitzt die bisherige Bilanz ohnehin nur begrenzte Aussagekraft. Die Berliner kommen mit dem Rückenwind zweier 3:0-Siege, während sich der Prierosser Kader nach mehreren Veränderungen im Sommer weiterhin einspielen muss.
Die Ausgangslage ist damit durchaus reizvoll: Auf der einen Seite der Aufsteiger, der nach zwei Spieltagen überraschend von ganz oben grüßt, auf der anderen Seite die Dahmeländer, die nach zwei Niederlagen endlich die ersten Punkte der Saison einfahren wollen.
Dass dafür eine weitere Steigerung notwendig sein wird, haben die ersten beiden Spieltage gezeigt. Gleichzeitig gab es insbesondere gegen Ludwig Renn genügend gute Aktionen, auf denen Prieros aufbauen kann. Gelingt es, diese Leistung über längere Phasen abzurufen und in den engen Situationen die passenden Lösungen zu finden, soll in Berlin der nächste Schritt folgen.
| Spielbeginn | 26.09, 18:00 Uhr |
| Ort | Sporthalle Sredzkistraße, Sredzkistraße 8, 10435 Berlin |
| Gegner | Rotation Prenzlauer Berg |
| Livestream (geplant) | https://www.twitch.tv/svprieros Streamstart ca. 16:15 – 16:45 Uhr |
| Liveticker | dvv.sams-ticker.de |



