Schon etwas länger dabei: Vom Derbygegner zum Prierosser – Firas El-Dik
Als Firas El-Dik 2014 nach Prieros wechselte, waren ihm Mannschaft und Gegner alles andere als unbekannt. Zuvor spielte er bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen und stand den Prierossern regelmäßig in Derbys gegenüber. Die Duelle beschreibt er rückblickend als intensiv, emotional und auf Augenhöhe.
Als es bei seinem damaligen Team schließlich keine wirkliche sportliche Perspektive mehr gab, war der Weg zum bisherigen Konkurrenten entsprechend naheliegend. Aus dem Derbygegner wurde ein Mitspieler – und aus dem damaligen Wechsel eine inzwischen mehr als zwölfjährige Prierosser Geschichte.
Dass Firas so lange geblieben ist, liegt für ihn an einer Mischung aus sportlichen und persönlichen Gründen. „Wegen der Spieler, der Nähe, dem hohen Volleyball-Niveau und vor allem wegen unseres Teamgefüges“, fasst er zusammen.
Aufstiege, Abstiege und viele gemeinsame Jahre
Wer seit 2014 für dieselbe Mannschaft spielt, erlebt zwangsläufig mehr als nur eine sportliche Richtung. Firas war bei Aufstiegen ebenso dabei wie bei Abstiegen und hat erlebt, wie sich die Prierosser anschließend immer wieder zurückgekämpft haben.
Gerade diese unterschiedlichen Phasen sind es, die ihm besonders im Gedächtnis geblieben sind. „Ganz klar unsere Aufstiege – aber auch die Abstiege, aus denen wir jedes Mal stärker zurückgekommen sind. Besonders die Derbyspiele und die gemeinsamen Kämpfe um unseren Platz in der Liga bleiben hängen.“
Damit verbindet Firas seine Zeit in Prieros weniger mit einem einzelnen Spiel oder einem bestimmten Ergebnis. Es ist vielmehr die gemeinsame Entwicklung über viele Jahre – einschließlich der Momente, in denen es sportlich einmal nicht in die gewünschte Richtung ging.
Nicht der Einzelne, sondern der Kern
In zwölf Jahren hat sich die Zusammensetzung der Mannschaft zwangsläufig immer wieder verändert. Neue Spieler kamen hinzu, andere gingen. Auf die Frage, welche Mitspieler oder Mannschaftsgeneration ihn dabei besonders geprägt haben, möchte Firas trotzdem niemanden einzeln herausheben.
„Schwer, einzelne herauszuheben. Für mich ist es vor allem der Kern der Mannschaft, der mich seit Jahren begleitet. Genau dieser Zusammenhalt ist für mich ein großer Grund, warum ich nach all den Jahren noch immer gerne in Prieros spiele.“
Dieser Zusammenhalt zeigt sich für ihn nicht nur dann, wenn es sportlich gut läuft. Gerade in stressigen Situationen sei es eine Stärke der Mannschaft, den Humor nicht zu verlieren und gemeinsam durch Höhen und Tiefen zu gehen.
Auch den Verein selbst hebt Firas dabei hervor. Er beschreibt den SV Prieros als einen Verein, „der viel möglich macht und uns als Mannschaft super unterstützt.“
Vielleicht erklärt gerade diese Kombination ziemlich gut, warum aus dem Wechsel eines ehemaligen Derbygegners eine so lange gemeinsame Geschichte geworden ist: das sportliche Niveau, kurze Wege, die Unterstützung des Vereins – und vor allem eine Mannschaft, zu deren Kern Firas inzwischen selbst seit vielen Jahren gehört.
Aus dem Gegner von damals ist längst einer der langjährigsten Prierosser geworden.


