Mannschaftsfoto der SG PKW in der Saison 16/17

Mannschaftsfoto der SG PKW in der Saison 16/17

Um am europäischen Markt zugelassen zu werden, müssen Autos vorgeschriebene Abgasemissionen (EURO-Klassen) einhalten und außerdem kontinuierliche Routinekontrollen bestehen. Nach mehrmaligem Überschreiten dieser Emissionen in den letzten Wochen setzte die EU-Kommission nun für den 28.01.2017 einen neuen Prüftermin für das Modell „SG PKW“ an.

Die Kontrolle sollte nicht im Labor, sondern als Feldversuch durchgeführt werden, um mögliche Manipulationen am Fahrzeug zu verhindern. „Unter Idealbedingungen wissen wir, dass auf das Modell absolut Verlass ist“, äußerte sich der spanische Abgaskommissar Paolo Assión, „aber der wahre Wert eines Autos zeigt sich halt erst unter Realbedingungen.“

Als Vergleichsmodell wählte das Untersuchungsteam das in Brandenburgs Landeshauptstadt entwickelte Modell „Waldstadt“.  „Wir haben das natürlich ganz bewusst ausgewählt“, so P. Assión. „Die in der Landeshauptstadt entwickelte Autovariante hat schon etwas mehr Straßenerfahrung und liegt, zumindest was die Werte auf dem Papier angeht, noch deutlich über „SG PKW“.“

Was die Prüfer nicht wussten – „SG PKW“-Entwicklungsleiter Björn Langner musste im Vorfeld des Versuchs kurzfristig auf einige wichtige Teile seines Gefährts verzichten. „Ich wusste natürlich, dass wir dadurch leichter werden, allerdings bedeutet weniger Gewicht natürlich auch immer eine geringere Stabilität.“, so ein aufgeregter Langner.

Assión begann den Test pünktlich um 18 Uhr, indem er den beiden leitenden Prüfingenieuren in weiß das OK gab. Zu Beginn begaben sich beide Teams auf eine kleinere Kurvenfahrt, in der bereits zu Beginn einige Teiles der Variante „SG PKW“ zu versagen schienen.  „Wir waren dem Modell „Waldstadt“ zu Beginn erst unterlegen, nach und nach haben wir aber aufgeholt und uns wieder heran gekämpft.“, so Langner. Im Endeffekt beendete „SG PKW“ den ersten Prüfversuch nach 25:22 Minuten mit der besseren Emissionsbilanz.

„Wir waren schon etwas vom Ergebnis überrascht“, gab P. Assión in der Pause danach zu, „aber in so einem großen Versuch spielen natürlich viele veränderliche Variablen eine Rolle. Und natürlich gibt es auch viele statistische und chaotische Parameter, wie man im zweiten Durchgang gesehen hat, den „Waldstadt“ knapp nach 26:24 Minuten für sich entscheiden konnte. Daher führen wir immer mehrere Durchläufe durch, um uns einen gerechten Gesamteindruck zu verschaffen.“

Das dritte Teilexperiment verlief wieder zugunsten von „SG PKW“. Auch wenn es am Auspuff mal etwas stotterte, so waren die Werte doch absolut in Ordnung und falls ein Teil zu versagen drohte, wurde es zeitnah durch den Entwicklungsingenieur ausgewechselt oder in eine neue Position gerückt.

In der vierten und letzten Beobachtung entwickelte sich ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen beider Modelle. „Ich habe selten so eine knappe Untersuchung gesehen“, gab Assión durchgeschwitzt zu, „man hat gut gesehen, dass die beiden Auto-Varianten eigentlich nahezu auf einem Niveau waren.“ Mit einem etwas besseren Einspritzverhalten auf den letzten Metern des einprogrammierten Fahrzyklus hatte aber das Modell „SG PKW“ ganz knapp mit 31:29 die Nase vorn.

Die Untersuchungskommission konnte damit vorläufig wieder eine Drei-Punkte-Klassifizierung erteilen. „Wir werden aber wiederkommen, um den Modellzustand zeitnah wieder zu überprüfen.“, so Assión. „Ein Gesamturteil werden wir erst im April geben können.“ Ein unangekündigter Besuch ist bereits am 11.02. wieder möglich.

 

Statistik:

SG PKW – VC Potsdam-Waldstadt 3:1 (25:22, 24:26, 25:20, 31:29)
SG PKW: Leyh, Lehmann, Sommerfeld, Wagner, Kuhrt (C), Baron, El-Dik, Fröhlich, Stoffregen, Gust, Neumann, Langner (Trainer)

MVP: Rohde (Silber), Kuhrt (Gold)

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