Schon etwas länger dabei: Björn Heimer fand in Prieros den Spaß am Volleyball wieder
Wenn es in der aktuellen Mannschaft jemanden gibt, bei dem „schon etwas länger dabei“ ziemlich gut passt, dann ist es Björn Heimer. Seit 2012 gehört Boem zu den Prierossern – und damit schon seit einer Zeit, in der die sportliche Reise der Mannschaft noch ganz anders aussah als heute.
Seine gesamte Volleyballjugend hatte Björn zuvor bei den Netzhoppers beziehungsweise dem damaligen NHK verbracht und dort schließlich bis in die Regionalliga gespielt. Wirklich glücklich war er am Ende allerdings nicht mehr. Er suchte eine neue Herausforderung und wollte eigentlich auch auf einer anderen Position angreifen: als Libero.
Der damalige Prierosser Trainer Björn Langner meldete sich bei ihm. In Prieros wollte man sportlich höhere Ziele verfolgen – und für Boem passte die Gelegenheit. Er sagte schnell zu und wechselte 2012 zur damaligen Landesliga-Mannschaft.
Nur mit dem Plan, künftig als Libero zu spielen, wurde es zunächst nichts. Stattdessen blieb er erst einmal Zuspieler. Der endgültige Positionswechsel sollte noch einige Jahre auf sich warten lassen. Erst ungefähr 2021 wurde aus Boem tatsächlich der Libero, als den man ihn heute kennt.
Viel verändert – und trotzdem Prieros geblieben
Sportlich hat sich seit seinem Wechsel einiges getan. Mannschaften und Mitspieler kamen und gingen, Prieros spielte in unterschiedlichen Ligen und auch Boems eigene Rolle auf dem Feld veränderte sich.
Was über die Jahre geblieben ist, ist für ihn vor allem die Atmosphäre innerhalb der Mannschaft. Trotz aller personellen Veränderungen sei das Team immer harmonisch geblieben. Größere Konflikte habe es kaum gegeben und neue Spieler, die menschlich in die Gruppe passten, seien schnell integriert worden.
Natürlich sei man über die Jahre auch älter und in einigen Bereichen reifer und professioneller geworden. Eines hat sich laut Boem allerdings nicht verändert: Der Blick auf das Bier nach dem Spiel gehört weiterhin dazu.
Genau dieser Mix scheint ziemlich gut zu beschreiben, was er an Prieros schätzt. Auf dem Feld soll es funktionieren, daneben darf der Spaß aber nicht verloren gehen.
Auch den Verein beschreibt er mit einem gewissen Augenzwinkern. Die Mannschaft genieße „mehr oder weniger Narrenfreiheit“, weil sie vieles selbst organisiert – insbesondere durch Alexander Kuhrt. Gleichzeitig habe der Verein für ihn weiterhin seine „Dorfvibes: eine große Familie 😅“.
Und aus Mitspielern wurden über die Jahre längst Freunde. Zwei davon spielten sogar bei einem ganz anderen wichtigen Termin eine besondere Rolle: Bei seiner Hochzeit im Mai 2025 standen Robert Löchel und Alexander Kuhrt als seine Trauzeugen an seiner Seite.
Eine kleine 8, die immer dabei ist
Zu so vielen gemeinsamen Jahren gehören allerdings nicht nur die schönen Erinnerungen. Einen einzelnen sportlichen Moment, der für ihn über allen anderen steht, kann Boem gar nicht benennen. Dafür habe die Mannschaft gemeinsam zu viele Höhen und Tiefen erlebt – und es am Ende immer wieder geschafft, diese zusammen zu bewältigen.
Eine dieser Zeiten hat den Kern der Mannschaft besonders geprägt. Im November 2020 verstarb mit Marcel Baron ein ehemaliger Mitspieler viel zu früh.
Seine frühere Rückennummer 8 wird seitdem in Prieros nicht mehr vergeben. Stattdessen befindet sich heute auf jedem Trikot der Mannschaft eine kleine 8 im Nacken. Eine Erinnerung, die bei jedem Spiel dabei ist.
Vielleicht erklärt gerade die gemeinsame Geschichte auch, warum Boems Antwort auf die Frage, was ihn nach all den Jahren noch immer in Prieros hält, weit über den Volleyball hinausgeht.
Er kam 2012 auf der Suche nach einer neuen sportlichen Herausforderung. Gefunden hat er dabei vor allem etwas, das ihm zuvor gefehlt hatte: wieder Spaß am Volleyball – und neue Freunde.
Mehr als 14 Jahre später ist er immer noch da.
Schön, dass du weiterhin dabei bist, Boem!


