Schon etwas länger dabei: Philipp Kochinka kam nicht allein nach Prieros
Wenn man heute an Philipp Kochinka und den SV Prieros denkt, gehört beides längst zusammen. Seit 2018 steht Phil für die Dahmeländer auf dem Feld, seit 2020 zusätzlich als Spielertrainer. Dass sein Weg damals nach Prieros führte, war allerdings keine Einzelentscheidung.
Gemeinsam mit Martin Klimek und Chris Mullin war Phil auf der Suche nach einer neuen sportlichen Heimat. Der bisherige Verein konnte den Spielbetrieb in der Regionalliga finanziell nicht mehr stemmen – für die drei war deshalb klar, dass es weitergehen sollte. Allerdings möglichst gemeinsam. Gesucht wurde also ein Regionalligist, der nicht nur einen, sondern gleich alle drei aufnehmen würde.
So führte der Weg schließlich nach Prieros. Und aus der Suche nach einem neuen Verein wurden für Phil inzwischen acht Jahre bei den Dahmeländern.
Warum er geblieben ist, beantwortet er selbst dabei ziemlich unkompliziert:
Die Leute waren cool und ich muss mich kaum um Orga kümmern.
Zusammenhalt auch abseits der Ergebnisse
In den Jahren seit seinem Wechsel hat Phil mit der Mannschaft sportlich einiges erlebt. Aufstiege, Regionalliga-Spielzeiten und Pokalwochenenden gehören genauso dazu wie schwierigere Phasen.
Wenn er auf seine bisherige Zeit in Prieros zurückblickt, sind es allerdings nicht einzelne Ergebnisse oder Spiele, die für ihn besonders herausstechen. Vielmehr ist es die Art, wie die Mannschaft auch durch schwierige Zeiten gegangen ist.
Corona stellte den Sport und damit auch den gemeinsamen Volleyball zeitweise komplett auf den Kopf. Hinzu kam ein tragischer Verlust innerhalb der Mannschaft. Gerade in solchen Situationen habe sich gezeigt, dass der Zusammenhalt nicht nur dann funktioniert, wenn es sportlich gut läuft. Die gegenseitige Unterstützung und gleichzeitig der gemeinsame Fokus auf den Sport sind Dinge, die Phil aus seiner bisherigen Zeit besonders in Erinnerung geblieben sind.
Zwischen Mitspieler und Trainer
Seit 2020 hat sich seine Rolle noch einmal verändert. Phil ist seitdem nicht mehr ausschließlich Mittelblocker, sondern gleichzeitig Spielertrainer der Mannschaft.
Eine Kombination, die gerade an Spieltagen nicht immer ganz einfach ist. Im Training fällt ihm der Wechsel zwischen beiden Rollen vergleichsweise leicht. Im Spiel sieht das anders aus.
Dort überwiegt für ihn die Trainerrolle. Entscheidungen müssen getroffen, das Spiel beobachtet und gegebenenfalls Veränderungen vorgenommen werden – während er gleichzeitig selbst als Spieler auf dem Feld stehen kann. Die Perspektive des Trainers bekommt in diesen Momenten zwangsläufig Vorrang.
Was 2018 mit der gemeinsamen Suche dreier Spieler nach einem neuen Regionalligisten begann, ist für Phil damit längst deutlich mehr geworden. Aus einem neuen Verein wurde eine sportliche Heimat – und aus dem Mittelblocker mit der Zeit zusätzlich der Trainer der Mannschaft.
Schön, dass du weiterhin dabei bist, Phil!


