Wieder ohne Punkte, aber mit deutlichem Schritt nach vorn
Auch im dritten Saisonspiel warten die 1. Herren des SV Prieros weiter auf die ersten Punkte. Beim stark gestarteten Aufsteiger Rotation Prenzlauer Berg mussten sich die Dahmeländer am Samstagabend mit 0:3 (22:25, 24:26, 17:25) geschlagen geben. Vor allem in den ersten beiden Durchgängen war diesmal allerdings deutlich mehr möglich.
Trotz des auf dem Papier erneut klaren Ergebnisses zeigte sich die Mannschaft gegenüber den ersten beiden Saisonspielen verbessert. Das sah auch Kapitän Robert Löchel so: „Das Spiel insgesamt war richtig gut und wesentlich besser als die letzten beiden Spiele. Wir haben immer wieder gezeigt, wie gut wir trotz der neuen Zusammensetzung spielen können.“
Aus neun Punkten Rückstand wird ein offener Satz
Rotation erwischte zunächst den besseren Start. Aus einem 5:4 machten die Gastgeber ein 8:4 und bauten ihren Vorsprung wenig später weiter aus. Beim 16:7 lagen bereits neun Punkte zwischen beiden Mannschaften und vieles deutete zu diesem Zeitpunkt auf einen deutlichen ersten Durchgang hin.
Doch Prieros arbeitete sich zurück. Aus dem 7:16 wurde zunächst ein 14:18, ehe die Dahmeländer in der Schlussphase noch einmal richtig Druck aufbauten. Drei Punkte in Folge brachten Prieros auf 21:22 heran und zwangen Rotation zur Auszeit. Kurz darauf gelang sogar der Ausgleich zum 22:22.
Die komplette Aufholjagd blieb allerdings unbelohnt. Die letzten drei Punkte gingen an die Gastgeber, die den ersten Satz mit 25:22 für sich entschieden.
Beim 24:24 fehlt erneut nicht viel
Der zweite Durchgang entwickelte sich von Beginn an wesentlich ausgeglichener. Rotation konnte sich diesmal lange nicht entscheidend absetzen. Erst in der zweiten Satzhälfte gelang es den Berlinern, sich beim 21:17 einen etwas größeren Vorsprung zu erspielen.
Doch erneut kam Prieros zurück. Über 21:20 gelang beim 22:22 der Ausgleich. Einen ersten Satzball der Gastgeber beim 24:23 konnten die Dahmeländer ebenfalls abwehren – beim 24:24 war weiterhin alles offen.
Genau in diesen Situationen fehlt der neu zusammengesetzten Mannschaft momentan allerdings noch die letzte Konsequenz. „Am Ende haben uns leider Eier gefehlt, um uns gegen eine erfahrene Truppe durchzusetzen“, bringt Löchel es deutlich auf den Punkt. In den entscheidenden Momenten fehle teilweise das Vertrauen, weiterhin intelligent und konsequent im Angriff zu agieren. Kleine Fehler würden dann reichen, um einen engen Satz aus der Hand zu geben.
So auch diesmal: Rotation holte die nächsten beiden Punkte und entschied den zweiten Durchgang mit 26:24 für sich.
Im dritten Satz zieht Rotation davon
Nach zwei umkämpften Sätzen gelang es Prieros im dritten Durchgang nicht mehr, die Partie ähnlich offen zu gestalten. Rotation startete mit einer 5:1-Führung, Prieros verkürzte zwar noch einmal bis auf 5:6, anschließend zogen die Gastgeber jedoch wieder davon.
Aus dem knappen Rückstand wurde ein 6:12 und wenig später ein 6:15. Spätestens beim 8:18 war der Satz weitgehend entschieden. Die Dahmeländer konnten den Rückstand in der Schlussphase noch etwas verkürzen, Rotation geriet aber nicht mehr ernsthaft in Gefahr und machte mit dem 25:17 den dritten 3:0-Erfolg im dritten Saisonspiel perfekt.
Die Entwicklung stimmt, die Ergebnisse noch nicht
Damit steht nach drei Spieltagen eine Bilanz von drei Niederlagen und 0:9 Sätzen. Eine Bilanz, mit der in Prieros niemand zufrieden sein kann – die nach dem Auftritt bei Rotation aber auch nicht die komplette Entwicklung der neu zusammengestellten Mannschaft widerspiegelt.
„Aller Anfang ist schwer und wir haben echt nicht das Beste aus uns rausgeholt“, sagt Löchel mit Blick auf die ersten Wochen der Saison. Gleichzeitig sei eine stetige Entwicklung in die richtige Richtung zu erkennen. Gerade das Spiel bei Rotation habe gezeigt, was bereits möglich ist, wenn die einzelnen Elemente besser ineinandergreifen.
Bis zum nächsten Spiel bleiben nun zwei Wochen Zeit. Dabei sieht der Kapitän vor allem zwei Ansatzpunkte: Annahme und Selbstvertrauen. Eine stabile Annahme soll es Prieros ermöglichen, die eigenen Stärken im Angriff häufiger auszuspielen. Gleichzeitig soll mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten dabei helfen, auch schlechte Phasen zu überstehen und in engen Schlussphasen mutiger zu agieren.
Nach dem spielfreien Wochenende geht es am Sonntag, 11. Oktober, mit dem Heimspiel gegen den USV Halle weiter. Dann soll die erkennbare Entwicklung erstmals auch auf der Anzeigetafel mit Zählbarem belohnt werden.
Rotation Prenzlauer Berg – SV Prieros Dahme 3:0 (25:22, 26:24, 25:17)























































