Auch im zweiten Saisonspiel bleiben die 1. Herren des SV Prieros ohne Punkte. Beim ersten Heimauftritt der neuen Regionalliga-Spielzeit mussten sich die Dahmeländer dem amtierenden Meister SV Ludwig Renn mit 0:3 (13:25, 21:25, 22:25) geschlagen geben. Nach einem völlig misslungenen ersten Satz steigerte sich Prieros allerdings deutlich und hatte insbesondere im dritten Durchgang die Chance, die Partie noch einmal zu verlängern.
Dass gegen den Vorjahresmeister von Beginn an volle Konzentration gefragt sein würde, war bereits vor der Partie klar. Auf dem Feld erwischten die Prierosser jedoch einen denkbar schlechten Start. Die Mannschaft verschlief die Anfangsphase und agierte zunächst entsprechend nervös. Ludwig Renn setzte sich schnell ab und baute seinen Vorsprung bis auf 10:2 aus.
Auch danach fanden die Dahmeländer zunächst nicht richtig in den Satz. Über 13:4 und 16:6 ging es in Richtung Satzende. Zwar gelangen mit zunehmender Spieldauer auch die ersten besseren Aktionen, der Rückstand war zu diesem Zeitpunkt jedoch längst zu groß. Beim 24:13 erspielte sich Ludwig Renn den ersten Satzball und nutzte diesen direkt zum deutlichen 25:13.
Deutliche Reaktion im zweiten Satz
So einseitig der erste Durchgang verlief, so anders präsentierten sich die Prierosser zu Beginn des zweiten Satzes. Die Nervosität der Anfangsphase war weitgehend abgelegt und Prieros erspielte sich eine frühe 5:2-Führung. Beim 6:2 sah sich diesmal Ludwig Renn zur ersten Auszeit gezwungen.
Die Gäste arbeiteten sich anschließend allerdings wieder heran und stellten beim 8:8 den Gleichstand her. Anders als im ersten Satz blieb Prieros nun aber voll in der Partie. Beim 14:14 und wenig später beim 15:15 war der Durchgang weiterhin vollkommen offen.
Erst in der entscheidenden Phase gelang es Ludwig Renn, sich einen kleinen Vorteil zu erarbeiten. Aus einem 16:16 wurde ein 16:19. Prieros verkürzte später noch einmal auf 19:22, fand in dieser Phase aber nicht mehr die richtigen Lösungen, um den Satz erneut zu drehen. Der Vorjahresmeister spielte seinen Vorsprung schließlich konsequent aus und entschied den Durchgang mit 25:21 für sich.
Beim 22:21 ist der Satzgewinn ganz nah
Trotz des 0:2-Rückstands ließen sich die Dahmeländer nicht hängen. Im dritten Durchgang entwickelte sich von Beginn an das engste Duell des Nachmittags. Beide Mannschaften begegneten sich weitgehend auf Augenhöhe und keiner Seite gelang es zunächst, sich entscheidend abzusetzen.
Zur Mitte des Satzes lag Ludwig Renn beim 10:9 knapp vorn. Auch danach blieb der Abstand gering. Beim 15:16 betrug er weiterhin nur einen Punkt, ehe Prieros beim 18:18 wieder ausglich.
In der entscheidenden Phase waren es schließlich die Gastgeber, die sich zunächst einen kleinen Vorteil erspielten. Prieros drehte den Spielstand und ging mit 22:21 in Führung. Ludwig Renn reagierte mit einer Auszeit – und anschließend zeigte sich erneut, was den Dahmeländern an diesem Nachmittag noch fehlte.
Während die Prierosser in den entscheidenden Ballwechseln nicht die passende Lösung fanden, spielte der erfahrene Vorjahresmeister die Schlussphase konsequent herunter. Ludwig Renn holte sich vier Punkte in Folge und verwandelte den ersten Matchball zum 25:22.
Damit wurde aus der Chance auf den ersten Satzgewinn der Saison innerhalb weniger Ballwechsel das zweite 0:3.
Viele gute Aktionen machen Hoffnung auf mehr
So deutlich das Ergebnis auf dem Papier aussieht, zeigte die Partie nach dem schwierigen ersten Durchgang auch eine klare Steigerung. Prieros fand zunehmend besser ins Spiel und brachte den amtierenden Meister sowohl im zweiten als auch im dritten Satz in Situationen, in denen die Durchgänge offen waren.
Gerade dort zeigte sich aber auch, woran die Mannschaft zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison noch arbeiten muss. Im neu zusammengestellten Kader fehlt einigen Spielern auf diesem Niveau noch die Erfahrung, um in engen und entscheidenden Situationen immer die richtige Lösung zu finden. Das ist nach den zahlreichen Veränderungen im Sommer keine große Überraschung – gleichzeitig sind genau solche Spiele wichtig, um diese Erfahrungen zu sammeln.
Und trotz der zweiten 0:3-Niederlage gab es zahlreiche gute Aktionen, auf denen sich aufbauen lässt. Nach dem verschlafenen und nervösen Beginn zeigte die Mannschaft eine Reaktion, hielt anschließend über weite Strecken mit dem Vorjahresmeister mit und war im dritten Satz nur wenige Punkte davon entfernt, die Partie zu verlängern.
Die ersten Punkte der neuen Saison lassen damit weiter auf sich warten. Die Entwicklung innerhalb des Spiels macht jedoch Hoffnung, dass diese nicht allzu lange auf sich warten lassen.
Bereits am kommenden Wochenende wartet die nächste Gelegenheit. Am Samstag, 26. September, geht es für die Prierosser nach Berlin zu Rotation Prenzlauer Berg.





















































































































































