Mannschaftsfoto ü47 Senioren in der Saison 16/17

Mannschaftsfoto ü47 Senioren in der Saison 16/17

Was für eine Überraschung am 12. Februar 2017 in der betagten Sporthalle der Otto-Nagel-Grundschule in Bergholz-Rehbrücke, nahe der Landeshauptstadt Potsdam. Die Auslosung vor Ort ergab einen zügigen Spielbeginn der Debütanten aus dem Dahmeland gegen den vorjährigen Landesmeister SF Brandenburg 94.

Nach zaghaftem Beginn – man startete ohne jedes Testspiel in die Landesmeisterschaften und einem folgerichtig verlorenem ersten Satz, gaben die Männer um Kapitän Uwe Konzag richtig Gas. Im zweiten Satz hatten die Altmeister keine Chance, mit großem Vorsprung gelang der Satzgewinn. Der 3. Satz verlief spannend, ab der Satzmitte zog der SV Prieros davon und fuhr zu recht den ersten Sieg ein.

Im folgenden Aufeinandertreffen zwischen Brandenburg und Gastgeber SV 05 Rehbrücke wurde deutlich, wer an diesem Tag den Ton angibt. Nicht nur aus den heimischen Lautsprechern krachte die Musik durch die Halle, die Gastgeber gaben in allen Elementen den Takt vor und sorgten darüber hinaus mit ebenso krachenden Angriffen für klare Verhältnisse. Folgerichtig ging das Spiel mit 2:0 an Rehbrücke.

Das bedeutete gleichzeitig den Vizemeistertitel für den SV Prieros, denn es hatten nur 3 Teams gemeldet. Entsprechend locker konnte die Aufgabe angegangen werden, aber sie erwies sich als nicht lösbar an diesem Tag. Auf der einen Seite spielte eine überlegene Mannschaft mit klaren Strukturen und eingespieltem System, auf der anderen Seite ambitionierte Freizeit-Volleyballer mit einer großen Portion Begeisterung. Bei allen Ambitionen, man hatte das Gefühl, bis zum St. Nimmerleinstag spielen zu können und dennoch keinen Satz zu gewinnen. Das tat der Sache keinen Abbruch, der 2. Platz und die Qualifikation zu den „Nordostdeutschen Meisterschaften“ war mehr als die meisten im Team erwartet hatten.

Hervorzuheben wäre noch die tolle Bewirtung vor der alten Halle in Rehbrücke. Hier wurden seitens der Gastgebern alle Register gezogen. Deftiges vom Grill, frische Salate und warme Brezeln ließen Männerherzen höher schlagen! Im Anschluss galt es, die Regionalmeisterschaften Nordost vorzubereiten. In diesem Jahr oblag diese Aufgabe dem Land Brandenburg, die beiden Mannschaften aus Berlin und Sachsen-Anhalt durften hingegen reisen. Der Vorstand des SV Prieros beschloss umgehend, die Halle des Landkreises in Königs Wusterhausen anzufragen. Wie glückliche Umstände es wollten, stand diese für den 11. März zur Verfügung. Dann kamen noch einmal Bedenken auf. Wir als Newcomer spielen und wollen gleichzeitig ein solches Event organisieren? Weil vieles im Sportverein Prieros direkt und unkompliziert läuft, kam das Angebot von unserer Regionalligamannschaft, der SG PKW schnell und klar. Wir helfen euch und kümmern uns um die Versorgung! Ein klasse Angebot, das perfekt bis zur Profi-Kaffeemaschine umgesetzt wurde. Hut ab dafür, denn die Männer um Trainer Björn Langner mussten am späten Nachmittag selbst zum Spiel in Berlin antreten.

Über diese Aufgabe hinaus gab es noch viel zu organisieren. Nicht die Molton, nein ungewohnte Mikasa Bälle waren zu bespielen. Vorgeschriebene Netze, Antennen und Pfosten-Schoner waren zu besorgen. Der zweite Schiedsrichterstuhl kam vom Bundesliga-Team der NETZHOPPERS aus Bestensee. Vielen Dank Arvid für Deine spontane Zustimmung zum Transfer nach KW! Und weil wir schon beim Dankeschön sind, fast alles lief „über den Tisch und das Telefon“ von Sven Piterek. Trotz Selbstständigkeit voll im Volleyball-Leben, Svenni ganz herzlichen Dank für ALLES rund um das besondere Turnier!

Und wie verlief das Turnier aus sportlicher Sicht für die Männer aus Prieros? Na ja, Zwergenaufstand geprobt ist wohl eine zutreffende Beschreibung. Ähnlich den Erfahrungen bei den Landesmeisterschaften gegen Rehbrücke, hatten die Debütanten aus Prieros in erster Linie Lehrgeld zu bezahlen. Gegen den am ehesten machbaren Gegner MTV 1862 Wittenberg hagelte es gleich zu Beginn eine deftige 0:2 Niederlage (10:25 / 18:25). Nichts sah wirklich nach Volleyball aus, allenfalls Stückwerk galt es zu bestaunen. Zum Glück wurde der Schiedsrichter gnädiger und übersah geflissentlich weitere technische Unzulänglichkeiten in der Verteilung der Bälle. Speziell die Raumaufteilung und Verteidigung sollten zudem der Anfang weiterer Problemstellungen bleiben.

Wittenberg verlor im Anschluss klar mit 0:2 gegen SV Helios, dem Landesmeister aus Berlin. Das konnte heiter werden, so dachten wohl Einige in der folgenden Begegnung zwischen Prieros und SV Helios. Es wurde aber die beste Partie der Dahmeländer an diesem Tag. Die Berliner hatten wohl an einen Durchmarsch gedacht und wunderten sich kopfschüttelnd ein um das andere Mal über die Widerstandskraft der jetzt zäh kämpfenden Gastgeber. Die verlorenen 2 Sätze mit erreichten 19 und 17 Punkten konnten sich sehen lassen und so ging man erhobenen Hauptes in die verlängerte Mittagspause.

Denn nun durften die erst- und zweitplatzierten der beiden Staffeln die Finalisten unter sich ausmachen. Dabei standen im Halbfinale 1 Helios Berlin gegen MTV Mariendorf Berlin und im Halbfinale 2 USV Halle gegen MTV Wittenberg gegenüber. Helios und Halle setzten sich jeweils mit 2:0 Sätzen durch und bildeten somit die spätere Finalpaarung. Die beiden anderen Mannschaften spielten parallel mit dem Spiel um Platz 5 um die Bronze-Medaille des Tages. Hier setzte sich die zweite Mannschaft aus Berlin, der MTV Mariendorf ebenfalls mit 2:0 Sätzen durch.

Im Spiel um Platz 5 trafen die Gastgeber wieder auf die Landesmeister aus Brandenburg. Der SV 05 Rehbrücke hatte in der Staffel B das Nachsehen und so kam es zum erneuten Duell im Brandenburg-Derby. Viel ist zu diesem Spiel nicht zu schreiben, die Dinge ähnelten sich in verblüffender Weise der Begegnung in Rehbrücke. Die Spieler des SV Prieros konnten nicht an die Leistungen des zweiten Spieles des Tages anknüpfen und gewannen in beiden Sätzen jeweils nur 15 Punkte.

Ein echter Höhepunkt war das Finale zwischen Halle und Helios Berlin. Eine Zeit sah es nach einer klaren Angelegenheit für Halle aus. Aber Helios kam unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer zurück und erzwang den einzigen Tie-Break der Veranstaltung, Dort unterlagen die Berliner, haben aber genau wie Mariendorf in einer weiteren Qualifikationsrunde die Chance, zu den Deutschen Meisterschaften wieder auf die extrem starken Hallenser zu treffen.

Fazit aus Sicht Sportverein Prieros: Sportlich Letzter, aber gespickt mit reichlich Erfahrungen und einer guten Standortbestimmung für den Fall, dass die Mannschaft um Organisator Sven Piterek und sportlicher Leiter Uwe Konzag anstreben, einen weiteren Versuch zu unternehmen. Und ja, die Organisation war 1A, diese Rückmeldung kam von allen Mannschaften und erweitert das gute Bild der Volleyballer vom SV Prieros auch über die Landesgrenzen hinaus. Vielen Dank allen Mitwirkenden dieser gelungenen Veranstaltung!

Es spielten: Michael Kirschnick, Mario Zeising, Sven Piterek, Helge Krause, Frank Hüselitz, Andreas Busse, Heiko Piterek, und Uwe Konzag (von links nach rechts)

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