Am Ende hatte das Spiel alles, was ein gutes Nachbarschaftsduell haben muss. Spannende Ballwechsel, die Maximalanzahl von fünf gespielten Sätzen und Emotionen auf beiden Seiten. Letztendlich hatte der Gast aus Schöneiche dann auch denkbar knapp mit 15:13 im Tie-Break die Nase vorn. Ein Fehlaufschlag von Prieros-Diagonalspieler Alexander Kuhrt besiegelte den letzten Punkt der über zwei Stunden andauernden Partie.

PKW-Trainer Sommerfeld setzte im ersten Satz auf der Diagonalposition auf Felix Fischer. Schöneiche fand zu Beginn besser ins Spiel und konnte sich rasch einen Vorsprung herausarbeiten, der auch bis Satzende (18:25) Bestand hatte. Satz zwei und drei konnte Prieros für sich entscheiden.

Kuhrt kam für Fischer in die Partie und verstärkte den Diagonalangriff der Dahmeländer. Im vierten Satz wurde das Spiel emotionaler. Einige knappe Schiedsrichterentscheidungen sorgten für Unmut auf beiden Netzseiten, Trainer und ein Spieler sahen auf der Seite der Gäste folgerichtig die rote Karte. Die Randberliner ließen sich hierdurch jedoch nicht aus dem Takt bringen und hatten im Entscheidungssatz knapp und glücklich die Nase vorn.

Prieros-Trainer Jonathan Sommerfeld war dennoch zufrieden: „Das war heute so ein Spiel, in dem jedes Team den Sieg verdient gehabt hätte. Wir freuen uns über den gewonnenen Punkt und schauen nach vorne.“ Am Samstag kommt es dann nämlich in Schulzendorf zum wohl heißesten Spiel der Saison.

Die Schulzendorfer Volleyballer haben dem Tabellenführer aus Dessau die erste Saisonniederlage beigefügt und sind heiß auf das Derby. „Wir müssen gegen Schulzendorf privat und verletzungsbedingt auf ein paar wichtige Spieler verzichten. Der Sieg gegen Dessau hat gezeigt, dass es nicht leicht werden wird, im Derby in Schulzendorf vor der Heimkulisse zu punkten. Das wird auf jeden Fall ein richtig geiles Spiel.“ freut sich Sommerfeld.

Bilder von Dagmar Jaschen: https://dagmar.jaschen.net/2019/12/01/sg-pkw-gegen-tsgl-schoeneiche/