Am vergangenen Samstag spielte der Aufsteiger SG Prieros/Königs Wusterhausen beim TSV Spandau 1860. Die Spandauer gingen als Favoriten ins Spiel, da diese aktuell auf Platz 2 in der Tabelle liegen und nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter liegen. Das Hinspiel am 1. Spieltag gewann der Aufsteiger aus dem Dahmeland überraschend deutlich gegen den Absteiger aus der dritten Liga mit 3:0.

Das Spiel begann auf beiden Seiten mit leichtem Abtasten und gegenseitigem Respekt vor den gegnerischen Stärken. Dementsprechend konnte sich kein Team bis Mitte des Satzes absetzen. Ab dem 14:14 erhöhten die Dahmeländer den eigenen Aufschlagdruck und holte sich immer wieder mehrere Bälle in der Abwehr. Die Konsequenz daraus war, dass sich die SG Prieros/Königs Wusterhausen Punkt für Punkt vom Gastgeber absetzen konnte (18:15,20:17, 24:18) und den Satz mit 25:19 gewann.

Der zweite Satz begann wie der erste aufgehört hatte. Die SG PKW erspielte sich zu Beginn des Satzes sofort einen Vorsprung von wenigen Punkten (6:3, 9:7, 13:9) und dieser Vorsprung wurde im ganzen Satz gleichmäßig gehalten. Dadurch wurde auch der zweite Satz mit 25:20 gewonnen.

Im dritten Satz war es plötzlich ein ganz anderes Spiel. Der SG Prieros/Königs Wusterhausen gelang plötzlich nichts mehr. Die Annahme und der Angriff versagten, wodurch der Gastgeber aus Spandau leichtes Spiel hatte und den Satz verdient mit 16:25 gewann.

Der vierte Satz war wieder ausgeglichen und kein Team konnte sich entscheidend absetzen (7:7, 8:8, 14:15, 17:17). Erst beim 18:18 gelang dem Gastgeber eine Aufschlagserie von drei Punkten (21:18) und dieser Vorsprung reichte um den vierten Satz mit 22:25 zu gewinnen.

Nachdem der fünfte Satz wie der letzte Satz begann, war schnell klar, dass dieses Spiel erst in der Verlängerung des Tie-Breaks enden sollte. Bis zum 13:13 konnte sich kein Team absetzen und die SG Prieros/Königs Wusterhausen hatte beim Stand von 14:13 den ersten Matchball des Tages. Nachdem dieser und die nächsten (15:14, 16:15) nicht erfolgreich verwandelt wurden, hatte der Gastgeber seinen ersten Matchball bei 18:17. Nachdem die Dahmeländer diesen noch abwehren konnten, verwandelte Spandau dessen zweiten Matchball erfolgreich und gewann den Satz nach 112min reiner Spielzeit mit 18:20.

Björn Langner, Trainer der SG PKW, fasste das Spiel direkt nach Spielende folgendermaßen zusammen: „Trotz der Niederlage, die aufgrund des Spielverlaufes nicht unbedingt nötig war, bin ich stolz auf mein Team. Wir hatten uns vorgenommen, dass wir befreit aufspielen und den Gastgeber ärgern wollen. Dies gelang uns fast im ganzen Spiel und im Tiebreak fehlte uns nur die Erfahrung um dieses enge Spiel zugewinnen. Durch diesen Punkt konnten wir uns immerhin noch ein Endspiel um Platz 3 am letzten Spieltag gegen den aktuellen Dritten USC Magdeburg sichern.“

Auf Seiten der SG Prieros/Königs Wusterhausen wurde Björn Heimer und bei TSV Spandau 1860 Nils Kaden zu den wertvollsten Spielern gewählt.

Durch den gewonnenen Punkt und der gleichzeitigen Niederlage vom Fünftplatzierten USV Halle, kann der Aufsteiger nicht mehr von Platz 4 verdrängt werden. Aufgrund dessen steht schon fest, dass die SG PKW der beste Aufsteiger in dieser Saison wird. Zusätzlich sichert sich das Team am letzten Spieltag ein Endspiel gegen USC Magdeburg um Platz 3. Diese Chancen sind aber sehr gering, aber nichtsdestotrotz freut sich das Team über viele Zuschauer am letzten Spieltag, um das Wunder von Prieros Wirklichkeit werden zu lassen. Hierbei muss die SG Prieros/Königs Wusterhausen mit 3:0 gegen Magdeburg gewinnen. Das Spiel wird am Samstag, den 06.04, um 18 Uhr in der heimischen OSZ-Halle (Brückenstr. 40, 15711 Königs Wusterhausen) angepfiffen.

SG PKW: Klimek, Tardel, Kuhrt, Heimann, Baron, El-Dik, Grasnick, Dorn, König, Fröhlich, Heimer, Kochinka, Fiedler
Trainer: Langner