Mannschaftsfoto SG PKW 2013/14

Mannschaftsfoto SG PKW 2013/14

Laut einer Statistik neigt fast die Hälfte der Deutschen zu abergläubischen Tendenzen. Hätte man diese Statistik im Team Volleyballer der SG Prieros/KWh durchgeführt – man wäre wohl auf eine Quote von fast 100% gekommen. Wieso? Im letzten Sommer nahm man an einem Freizeit-Beachvolleyballturnier im Süden Berlins Teil, an dessen Ende die Plätze Eins und Zwei, inklusive zweier edler 1,5-Liter-Flaschen Chardonnay, gefeiert werden konnten. Die edlen Pullen sollten als Anreiz für die kommende Saison genutzt werden, je eine von ihnen sollte an einem Spieltag, an dem die maximal mögliche Punktzahl geholt würde, ihrer Bestimmung in den Gaumen der durstigen Spieler zugeführt werden. So ging also stets eine Flasche mit auf Reisen durch ganz Brandenburg –  mangels fehlender Zielerreichung trat sie allerdings allezeit unversehrt den Rückweg ins Dahmeland an. Nach der gelungenen Pokal-Qualifikation wurde nun beschlossen, dass zumindest diese großartige Leistung mit dem Genuss eines Champagners gekürt werden sollte.

So trat die Flasche also wieder einmal ihren Weg an, diesmal nach Kleinmachnow. Das Team um Coach Björn Langner, der wieder mal alles in Bewegung gesetzt hatte, um trotz familiärer und beruflicher Verpflichtungen bei seinem Team zu sein, traf im ersten Spiel des Tages auf den MSV Zossen 07, gegen den man bisher mit einem Sieg und einer Niederlage eine ausgeglichene Bilanz vorzuweisen hatte. Der Lokalrivale trat in Bestbesetzung an und verlangte den PKW-lern trotzdem nur im zweiten Satz alles ab. Kapitän Björn Heimer hatte sein Team bereits vor dem Spiel eingeschworen, die Konstanz der letzten Wochen beizubehalten. Mit spielentscheidend war die endlich wieder einmal hervorragende Blockarbeit, die die Zossener Angreifer ab einem gewissen Zeitpunkt des Spiels zur Verzweiflung brachte. Gleichzeitig geschah es auch äußerst selten, das mal ein Ball auf der Seite der Spielgemeinschaft herab fiel, wurde doch um jeden einzelnen Ball gekämpft. Selbst unter Druck, als es im 2. Satz bereits 25:26 gegen „den PKW“ stand, behielten die sechs Spieler auf dem Feld die Nerven. Nach 74 Minuten gelang – wieder mit einer Blockaktion – der letzte Punkt und damit auch der verdiente 3:0-Erfolg (25:17; 28:26; 25:17).

Ohne viel Pause, aber mit Euphorie ging es sogleich ohne Verzögerung gegen die gastgebende Mannschaft des VC Teltow/Kleinmachnow – ein Team, das trotz einer Platzierung im unteren Tabellenfeld stets ein äußerst unangenehm zu spielender Gegner ist. In der kommenden Stunde mussten die Volleyballer aus Königs Wusterhausen und Umgebung noch einmal alles aufbringen und vor allem konzentriert bei der Sache bleiben. In den vergangenen Spielen musste man teilweise schmerzhaft erfahren, wie hart man bestraft wird, wenn man vermeintlich schwächere Mannschaften unterschätzt, auch wenn das unbeabsichtigt passiert. Mit viel Emotionen und einer erneut überragenden Arbeit im Block pfiff der erste Schiedsrichter nach einer spannenden Schlussphase im dritten Satz das Spiel ab, nachdem sich die Mannschaft aus Kleinmachnow um ihren Kapitän Markus Prien noch einmal auf 23:24 Punkte herangekämpft hatte, wiederum gelang also ein 3:0-Sieg (25: 17; 25:19; 25:23).

Mit sechs von sechs möglichen geholten Punkten, gutem Volleyball, und, das ist besonders zu betonen, dem Einsatz ALLER mitgereisten Spieler, gehört dieser Spieltag sicherlich zu den besten der laufenden Saison. Im Anschluss bezwang der VC Teltow/Kleinmachnow überraschend demotiviert aufspielende Zossener mit 3:0 und konnte wichtige Punkte im Abstiegskampf sammeln.

Und was aus der vollen Flasche geworden ist? Nun, noch lange nach Spielende hörte man aus der Umkleidekabine fröhlich singende, angeheiterte Spieler …

Jonathan Sommerfeld

SG PKW: Heimer (C), Grote, Kuhrt, Brädikow, Sommerfeld, Jäcklin, Lindner, Lehmann, Löffler, Fröhlich
Trainer: Langner

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